Arbeitsamt-TV.de  Das ultimative ArbeitslosenKino  
Lustige, gruselige und tröstliche Tonfilme aus der Arbeits(losen)welt

Jobcenter Bibliothek

Sonntag, 30. Juni 2013

Widerstand und Whistleblowing! Unser Tipp für eine humanistische* Karriere

Offener Brief an meine Unterstützer | altonabloggt:

[*Humanismus] "Seit dem 4. März 2013 verteidigen wir unsere Würde und Menschenrechte, welche durch die Agenda 2010 immer mehr verloren geht, gegangen ist und wie sehr viele Mails, Nachrichten und Anrufen von Betroffenen an mich bestätigen. Eine Würde, die uns nach dem Grundgesetz Art. 1 mehr als zusteht und es hier keiner Diskussion bedarf.

Wir betreiben einen stillen Widerstand, der jedoch nach meinem subjektiven Empfinden immer lauter wird. Auch das steht uns zu und ist zu finden im Grundgesetz Art. 20 (Widerstandsrecht).

"Warum schreibe ich diesen Brief an euch? Das hat einen einfachen Grund. Zum einen bin ich für den TAZ Panter Preis 2013 nominiert. Ein Portrait meiner Person über die Nominierung wird vermutlich Ende Juli oder August in der TAZ erscheinen. So schrieb die TAZ am 24. Mai 2013 an mich:„taz.die tageszeitung verleiht den taz Panter Preis einmal im Jahr für soziales, politisches und menschliches Engagement. Es ist ein Preis für solche Heldinnen und Helden, die sich selbstlos, mutig und kreativ für andere einsetzen. Eine interne Jury hat aus 253 Bewerbungen sechs HeldInnen nominiert, und Sie sind eine davon!“ Die TAZ begann dieses Wochenende mit der ersten Portraitvorstellung von „Stille Straße 10 e.V..” Gratulation an “Stille Straße 10″!

Logo_Deutscher EngagementpreisWeiterhin bin ich für den „Deutschen Engagementpreis 2013“ nominiert. Dieses Schreiben kam per Post am 21. Juni 2013. Hier muss ich noch den Fragebogen ausfüllen.
Ebenso bin ich für den „Whistleblower-Preis“ der „Vereinigung Deutscher Wissenschaftler“ vorgeschlagen und betitelt sich folgendermaßen: „Mit dem Preis sollen Persönlichkeiten geehrt werden, die in ihrem Arbeitsumfeld oder Wirkungskreis schwerwiegende, mit erheblichen Gefahren für Mensch und Gesellschaft, Umwelt oder Frieden verbundene Missstände aufgedeckt haben (“Whistleblower”).“ 
Nominierungen, die nicht mir gebühren, sondern all den Unterstützern, also Euch! Manchmal braucht es einen Menschen, der mit dem Widerstand beginnt, laut oder leise. Widerstände gegen die unsäglichen Missstände um und mit Hartz IV gibt es seit Jahren. Die Foren, die privaten Blogs und die Klagen in den Erwerbsloseninitiativen, bei den Beiständen und schlussendlich die vielen, auch gewonnenen Klagen vor den Gerichten zeigen, dass es Missstände und Widerstände gibt. Stimmen, die kaum einer hören wollte, die von den Medien unter den Tisch gekehrt wurden und entsprechend sogar durch diese als „faule Hartzer, die neue Unterschicht“ propagiert wurde. So sagten mir letztens mehrere Journalisten und Redakteure, es fehlte eine Bestätigung von Innen heraus. Das kann ich nachvollziehen, aufgrund einer Glaubwürdigkeit. Ich kann aber nicht nachvollziehen, warum all diese Millionen Stimmen in der Vergangenheit keine Lobby hatten und haben. Sind diese nichts mehr wert, in unserer Demokratie? Das erschreckt mich und darf so nicht sein. Aber genau diese Lobby ist es, die unseren Widerstand am Leben hält. Niemals hätte ich das so bis heute in dieser Macht und Schnelligkeit in die Öffentlichkeit bringen können. Und somit bedanke ich mich bei: (Die Reihenfolge stellt keine Wertigkeit dar – diese ist nämlich gleich!)
  • Allen Privatpersonen – nicht mehr zählbar!
  • Bei allen Erwerbslosenforen und allen weiteren Foren, die das Thema Hartz IV aufgenommen haben und diskutieren. ... weiterlesen  bei altonabloggt  ► http://nyc.de/127J6Nz

Brownnosing! Unser Tipp für eine steile Jobcenterkarriere

Donnerstag, 27. Juni 2013

"Wir sind kein Betrügerladen"

Druckversion - Bundesagentur für Arbeit: "Wir sind kein Betrügerladen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft:

"Grund ist das interne Zielsteuerungssystem der Bundesagentur. Vereinfacht gesagt: Je mehr vermittelt wird, desto besser schneidet eine Agentur ab - ganz egal, wer in Arbeit gebracht wurde und welche Qualität die Vermittlung hat. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE hatte BA-Chef Weise bereits Fehlsteuerungen eingeräumt, die aber schon länger angegangen würden.

In Lauf gibt sich Peter Clever, der für die Arbeitgeber im Verwaltungsrat der Bundesagentur sitzt und dessen Vorsitzender ist, wesentlich angriffslustiger. Es sei der Eindruck entstanden, dass es sich bei der Bundesagentur um einen Betrügerladen handle, schimpft Clever. "Das weisen wir aufs Schärfste zurück." Ja, es habe Fälle von Manipulationen gegeben, aber dort auch harte disziplinarische Konsequenzen."  ,,,weiterlesen http://nyc.de/1cp3D5Z

Mehr auf SPIEGEL ONLINE:



Mittwoch, 26. Juni 2013

Hartz-IV | Der Fehler liegt im System - Berliner Zeitung

Berliner Zeitung - Der Fehler liegt im System:
Politik - 25.06.2013

BERICHT EINER ARBEITSVERMITTLERIN

Der Fehler liegt im System

Die Autorin kommentiert die Berichte über manipulierte Vermittlungsstatistiken bei der Bundesagentur für Arbeit.
Foto: picture alliance / dpa
Dieser Text erreichte die Berliner Zeitung als Leserbrief. Die Absenderin arbeitet als Vermittlerin bei einer Berliner Arbeitsagentur. 
Sie kommentiert die Berichte über manipulierte Vermittlungsstatistiken bei der Bundesagentur für Arbeit und erklärt, welche absurden internen Richtlinien sie und ihre Kollegen daran hindern, das zu tun, wofür sie eigentlich da sind: Menschen in Arbeit zu bringen. 
Name und Anschrift der Absenderin sind der Redaktion bekannt, werden aber auf ihren Wunsch nicht veröffentlicht.
❖❖❖
„Der Rechnungshof stellt fest, dass Vermittler der Arbeitsagentur Langzeitarbeitslose vernachlässigen und leichte Fälle bevorzugen. Der Fehler wird also gleich mit dem Verursacher genannt, die Gründe aber nicht hinterfragt. Dazu ist aus Sicht einer Vermittlerin zu sagen, dass der vom Rechnungshof richtig genannte Umstand mehrere Ursachen hat.
Zum einen sind viele Vermittler der Arbeitsagentur früher in ganz anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung tätig gewesen. Ihre Stellen wurden aber abgebaut und ihre Dezernate abgewickelt, und wir wurden zur Arbeitsagentur versetzt. Hier bekamen wir zwar Einweisungen und Schulungen, aber als Jobspezialisten wirklich fundiert ausgebildet wurden wir nicht.
Natürlich wissen wir, was Bäcker, Buchhalter oder Verkäufer zu tun haben. 
 Arbeitsamt-TV.de❖ 
Wenn aber hochqualifizierte Spezialisten zu uns kommen, erzählen sie uns teilweise von Tätigkeiten, von denen wir nichts oder fast nichts wissen. 
 Personalia.de❖ 
Natürlich haben wir auch Nachschlagewerke, aber diese sind nicht immer aktuell und Berufsbezeichnungen und Berufsinhalte sind oft nicht deckungsgleich. In diesen Fällen ist es nahezu unmöglich, einem Arbeitssuchenden geeignete Empfehlungen zu geben. Unternehmen, mit denen wir dazu Kontakt aufnehmen, merken natürlich schnell unsere Unkenntnis und sind verständlicherweise nicht bereit, uns mit entsprechenden Informationen weiterzuhelfen.
Hier klicken ►http://nyc.de/12nciDw
►passendes Gesicht einsetzen
und weit verbreiten 
So kann es passieren, dass wir viel Zeit aufwenden müssen, um für arbeitslos gewordene Spezialisten geeignete Berufsangebote zu finden. Tun wir dies, so haben wir aber – vermittlungsstatistisch gesehen – nichts geleistet. Da wir für solche Bemühungen keine sogenannten Credits bekommen, sondern nur der Vermittlungserfolg statistisch zählt, sagen unsere Vorgesetzten: ,Es ist besser, in einer Woche drei oder fünf Arbeitssuchende für ein halbes Jahr in ein Callcenter zu vermitteln als nur einen Spezialisten aus der Arbeitswelt in der gleichen Zeit auf eine adäquate neue Position.‘ Einer meiner Vorgesetzten hat mir gesagt: ,Wenn der Arbeitssuchende wirklich gut ist, findet er auch alleine eine neue Position, andernfalls ist er überqualifiziert und sollte mit dem zufrieden sein, was wir ihm anbieten.‘

MAN SCHLÄGT DEN SACK UND MEINT DEN ESEL

Mitarbeiter der Jobcenter: Zielen Sie nicht auf Ihre Mitmenschen! » Spiegelfechter

Mitarbeiter der Jobcenter: Zielen Sie nicht auf Ihre Mitmenschen! » Spiegelfechter:

Mitarbeiter der Jobcenter: Zielen Sie nicht auf Ihre Mitmenschen!

geschrieben am 26. Juni 2013 von Spiegelfechter
Mit der nunmehr zehnjährigen Geschichte der unsäglichen Hartz-IV-Gesetze in Deutschland hat die Vergesellschaftung der politisch-bürokratisch initiierten Stigmatisierung ihren Lauf genommen. So stolz auch alle Bundesregierungen seit Gerhard Schröder die Hartz-Gesetze präsentiert haben, so sehr hat die Industrialisierung der Armut vielerorts Leid geschaffen, Ausgrenzung produziert und die Menschen unter erheblichen Druck gesetzt, der für eine Vielzahl von ihnen weder psychisch noch physisch erträglich ist.
Inzwischen werden Menschen, die sich wie die Mitarbeiterin des Hamburger Jobcenters, Inge Hannemann, in legitimer, dem demokratischen Meinungsbildungsprinzip entsprechender, Weise gegen dieses staatlich organisierte System der Angst wenden, durch Politiker wie auch Behörden öffentlich an den Pranger gestellt. Politische, aber auch zivilgesellschaftliche Forderungen nach einem Ende dieser Repressionsmaßnahmen gegen „Arbeitsunwillige“, „notorische Faulenzer“ oder „Leistungsverweigerer“ werden inzwischen völlig ignoriert.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter,
beenden Sie diese Tragödie durch Ihre Menschlichkeit!
Greifen Sie aktiv ein, indem sie Ihre Ermessensspielräume nutzen. Sanktionieren Sie nicht weiter, ordnen Sie keine Zwangsumzüge mehr an, die ganze Familien aus ihrem sozialen Umfeld und Kinder von geliebten Freunden wegreißen. Gerade diese Sanktionspolitik ist es, die Menschen an die Grenze ihrer Existenz treibt und eine nicht zu rechtfertigende Spirale der psychischen Gewalt in Gang setzt, welche zuletzt immer häufiger beiderseits in physische Gewalt umschlägt.
Sie können vieles, was das Leben der Menschen in diesem Sozialsystem erschwert und belastet, durch einfache Instrumente und vor allem mit Menschlichkeit verhindern. Versetzen Sie sich vor solchen Entscheidungen in die Lage der Menschen, denen Sie plötzlich die Grundlage ihrer Existenz entziehen.
Wie würden Sie empfinden, wenn Sie ... weiterlesen http://nyc.de/12oJGGB

Montag, 24. Juni 2013

Samstag, 22. Juni 2013

Absurde Vorwürfe der BA im Fall Hannemann dürfen vom Personalrat nicht hingenommen werden

› PR-SOZIAL das Presseportal:

[...] Dazu Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland:
Quelle: http://qpress.de/wp-content/uploads/2013/06/Auszug-aus-den-Vorgaben-zur-Sanktionierung-1024x768.png
Quelle: http://qpress.de/wp-content/uploads/...
„Die Missstände, die Frau Hannemann anprangert beklagen wir und zahlreiche andere Organisationen seit Jahren. Der Vorstand der Bundesagentur für Arbeit verhält sich scheinheilig und weiß anscheinend nicht mehr, was er so beschließt und als Weisung an die Jobcenter herausgibt. So heißt es beispielsweise in dem Vorwort der Planung und Steuerung 2013 für die gemeinsamen Einrichtungen, dass der Erfolg der Anstrengungen in den nächsten Jahren noch mehr am Abbau des Langzeitleistungsbezugs gemessen wird. Und genau das wird mit Sanktionen, Antragsverschleppungen und dem Abdrängen der Menschen in prekäre Jobs umgesetzt.

Frau Hannemann stellt für uns keine Kämpferin für Entrechtete dar, wie es die BA ihr vorwirft. Vielmehr hat sie ihre Aufgaben so wahrgenommen, wie man es selbstverständlich von jeder bürgernahen Verwaltung erwarten kann. Im Übrigen brauchen Erwerbslose auch keine Vorkämpfer. Das System Hartz IV mit seinem europaweiten Export wird durch eine kritische Mitarbeiterin, die das bedingungslose Grundeinkommen fordert, wohl kaum geändert. Die deutsche Agenda 2010 mit denen von der Bundesregierung und BA betriebenen Verharmlosungsorgien war nur ein Modellprojekt für das, was in noch dramatischerem Umfang gegenwärtig insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – weiter verschärfen. Nach unserem Selbstverständnis können Veränderungen nur erkämpft werden und müssen eine Überwindung der Verwertungslogik des Kapitals zur Folge haben.

Aktuelle Sozialpolitik: Wozu Kritik an den letzten Außenposten des Sozialstaats führen kann

Die Bundesagentur für Arbeit exkommuniziert Frau H. aus H. und schießt ein veritables Eigentor:

Ach, der große Tanker Bundesagentur für Arbeit, die sich selbst nach den Jahren der durch viele Unternehmensberater vorangetriebenen Um- und Anbauten als windschnittig daherkommendes und in den buntesten Farben lackiertes Schnellboot auf der großen See des Arbeitsmarktes versteht und sieht. Aber sie ist und bleibt ein Ozeanriese auf den Wogen der Sozialgesetzbücher, deren Inhalte und vor allem dessen sozialrechtlichen Implikationen und sozialpolitischen Verpflichtungen aber mittlerweile zumindest in der Führungsebene der ehemaligen Anstalt, vor allem bei ihrem BWL- und dabei vor allem Controlling-verliebten Vorstandsvorsitzenden Weise, am liebsten klammheimlich unter dem Tisch fallen sollten. Gleichsam historisch ist der vor einigen Jahren von Herrn Weise getätigte und in einem Beitrag eines Politikmagazins im Fernsehen dokumentierte Ausspruch, die Bundesagentur für Arbeit habe keinen sozialpolitischen Auftrag. Das mag die Denkwelt des Herrn Weise auf den Punkt bringen, rechtlich gesehen ist das natürlich Unsinn, denn (noch) gelten die Sozialgesetzbücher, insbesondere in Gestalt der Bücher II und III, auch für die BA. Auf der anderen Seite markiert der wie in Stein gemeißelte Satz des Herrn Weise dessen Wahrnehmung einer Bundesagentur für Arbeit im Sinne eines "am Markt operierenden Konzerns", der im Grunde der gleichen Logik zu folgen hat wie ein - sagen wir mal - Automobilhersteller oder eine Baumarktkette. Und so haben sich die Führungskräfte der BA in den vergangenen Jahren auch immer öfter und immer stärker verhalten, sicher auch durch die personalpolitische Ausrichtung der Rekrutierung entsprechend ausgerichteter "Manager"-Typen, die mit der gleichen Freude wie ihr Chef morgens auf die Controllingberichte am Bildschirm schauen (sollen). 
Herr Weise war nach klassischen Kriterien mehr als erfolgreich - um seinen betriebswirtschaftlich fokussierten Umbau der alten Arbeitsverwaltung ungestört abarbeiten zu können, hat er die BA soweit es ging gegenüber der Presse zurückgenommen, um schlechte Publicity zu vermeiden und zugleich hat er ein Stein im Brett der Politiker, weil es ihm gelungen ist, Milliardenbeträge in der Arbeitslosenversicherung einzusparen (wobei man vielleicht fairerweise anfügen muss, dass die konjunkturelle Entwicklung einiges dabei geholfen hat und für die die BA nun wirklich nichts kann).
Nur mit einem kann Herr Weise sicher nicht zufrieden sein - mit einem zentralen Abfallprodukt der Hartz-Gesetzgebung: den Jobcentern, die sich mit den Grundsicherungsleistungsempfängern herumschlagen müssen. Jahre des Hin und Her liegen hinter uns, herausgekommen ist ein (nicht nur) aus BA-Sicht völlig defizitäres System mit zwei Säulen, den Jobcentern als "gemeinsame Einrichtungen" von BA und Kommunen sowie den "zugelassenen kommunalen Trägern", wo also die Kommunen in Alleinregie die Arbeit erledigen und die Bundesagentur für Arbeit vom Spielfeld genommen wurde.
Die Führungsspitze der BA hatte - aus ihrer Sicht auch verständlich -, immer zwei Optionen vor Augen: Entweder den gesamten SGB II-Bereich unter ihre alleinige Zuständigkeit zu stellen oder aber letztendlich Rückzug aus dem Mischmodell mit den Kommunen und damit Kommunalisierung des SGB II, da die Kommunen doch oftmals ganz anders ticken als die immer noch (und heute eigentlich noch intensiver über ihre Steuerungssysteme) zentralistisch ausgerichtete BA mit ihrem Oberraumschiff in Nürnberg und der Folge einer Reduzierung auf eine als "moderne" Versicherungsagentur aufgestellte Instanz für die "guten Risiken" nach dem SGB III. Dann wäre man wenigstens den frustrierenden Hartz IV-Kram losgeworden. Doch aus beiden Ansätzen ist nichts geworden - und man kann den Frust innerhalb eines Teils der BA, was die Jobcenter angeht, aus deren Brille durchaus nachvollziehen, denn die schlechten Nachrichten aus dieser Welt werden meistens eins zu eins an die BA weitergereicht, auch wenn es sich um eine Optionskommune oder eben um Probleme in einem gemeinsam mit den Kommunen getragenen Jobcenter handeln sollte. Hartz IV wird sicher von den meisten Bundesbürgern mit dem "Arbeitsamt", dass es zumindest semantisch seit Jahren schon nicht mehr gibt, gleichgesetzt und auch die Verantwortung wird immer erst einmal an die BA adressiert. Da kann man es bis zu einem gewissen Grad schon verstehen, dass die BA-Spitze angesichts der tatsächlich wesentlich komplexeren Lage zuweilen die Geduld verliert.   



Was man aber nun wirklich nicht mehr verstehen kann, ist die unglaublich unprofessionelle und sprachlos machende Peinlichkeit in Form des „Presse Info 035 vom 14.06.2013“ mit der Überschrift: „Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter“. Ach hätte man

Freitag, 21. Juni 2013

Nochmal: Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter?

Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter?:

INGE HANNEMANN GEFÄHRDET TAUSENDE MITARBEITER?

"Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter", ist ein Offenbarungseid zum kompletten Versagen des "Systems Hartz IV" durch die Leitung der Bundesagentur und dies pünktlich zu dessen 10 jährigen Jubiläum.

Die Bundesagentur schreibt z.B.:
Wer in einem Jobcenter arbeitet, hat sich an Recht und Gesetz zu halten. Es kann nicht sein, dass eine Mitarbeiterin nach Gutdünken handelt und persönliche, politische Vorlieben auslebt.
Dazu stellen wir nun einfach fest: Jedem Jobcentermitarbeiter sollten folgende Gesetzestexte eingerahmt an die Wand gehängt werden:

              Artikel 1 (GG)
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
Artikel 2 (GG)
(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
Artikel 20 (GG)
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.


§ 2 SGB I Soziale Rechte
(1) (…)
(2) Die nachfolgenden sozialen Rechte sind bei der Auslegung der Vorschriften dieses Gesetzbuchs und bei der Ausübung von Ermessen zu beachten; dabei ist sicherzustellen, dass die sozialen Rechte möglichst weitgehend verwirklicht werden.
§ 13 SGB I Aufklärung
Die Leistungsträger, ihre Verbände und die sonstigen in diesem Gesetzbuch genannten öffentlich-rechtlichen Vereinigungen sind verpflichtet, im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Bevölkerung über die Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch aufzuklären.
§ 14 SGB I Beratung
Jeder hat Anspruch auf Beratung über seine Rechte und Pflichten nach diesem Gesetzbuch. Zuständig für die Beratung sind die Leistungsträger, denen gegenüber die Rechte geltend zu machen oder die Pflichten zu erfüllen sind.


Hätten sich in der Vergangenheit die Verantwortlichen an dieses "Recht und Gesetz" gehalten, wären auch unter der Bedingung "Hartz IV" die schlimmsten Auswüchse wahrscheinlich vermeidbar gewesen. Aber das war offensichtlich nicht gewollt.

[...] Nicht Fr. Hannemann bringt ihre Kolleginnen und Kollegen in Gefahr, sondern die ständig eskalierende Verfolgungsbetreuung seitens der Jobcenter durch immer schlechter qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die selbst einem immer höheren Leistungsdruck ausgesetzt werden. Einer Million ausgesprochener Sanktionen, von denen eine Jede die Betroffenen noch weiter unter das Existenzminimum drückt, stehen jährlich zigtausende neuer Sozialgerichtsverfahren gegenüber. Die nun allseits eingeläutete "Null-Toleranz" –Parole, gegenüber angeblichen oder tatsächlichen Beleidigungen oder weitergehenden Aggressionen verschlechtern das Klima weiter.

[..} Viele der leidenden Kolleginnen und Kollegen von Fr. Hannemann sind in der Vergangenheit den stillen, individuellen Weg des Abgangs gegangen. Den Verbliebenen und besonders den Neuen sei geraten, sich auf ihrer Arbeitnehmerrechte zu besinnen und sich zu vergegenwärtigen, dass auch sie sehr schnell auf der anderen Seite des Schreibtischs landen können.

Alles lesen: http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/inge-hannemann-gefaehrdet-tausende-mitarbeiter-9001479.php

Donnerstag, 20. Juni 2013

Ausbeutung auf Probe ...

Ausbeutung auf Probe in Südhessen | Echo Online - Nachrichten aus Südhessen:

20. Juni 2013  | von Meike mittmeyer
Arbeitsmarkt – Unbezahltes Arbeiten vor einer Anstellung ist in vielen Branchen üblich – Manche nutzen das aus
SÜDHESSEN. 
Wer arbeitet, muss auch bezahlt werden. Doch manche Arbeitgeber versuchen, diesen Zusammenhang zu umgehen. Die Szene in einem Mode-Geschäft haben wir für das Foto gestellt. Foto: Hans Dieter Erlenbach
Wer arbeitet, muss auch bezahlt werden. Doch manche Arbeitgeber versuchen,
diesen Zusammenhang zu umgehen. Die Szene in einem Mode-Geschäft haben
wir für das Foto gestellt. Foto: Hans Dieter Erlenbach
Die 20 Jahre alte Johanna Sperl (Name geändert) aus dem Kreis Groß-Gerau hat schon eine ganze Menge Jobs gehabt. Dabei steht sie erst ganz am Anfang ihres Berufslebens – in einer Phase zwischen Abitur und Studienbeginn, einer Phase des Orientierens und Ausprobierens. Um ein paar Erfahrungen zu sammeln und etwas Geld zu verdienen, bewarb sie sich auf Stellenausschreibungen für Aushilfsjobs in Bekleidungsgeschäften, Drogerien, Bowlingcentern und Cafés in der Umgebung. Vielerorts durfte sie auch sofort anfangen zu arbeiten – oft aber nicht länger als ein paar Stunden. Denn sie wurde mehrfach nur zum unbezahlten Probearbeiten eingeladen.

„Fünf Stunden am Tag musste ich Kleidung aus Kisten ausräumen und auf Bügel hängen, sonst nichts“, erzählt die junge Frau von einem Erlebnis in einem Weiterstädter Bekleidungsgeschäft. In einem anderen Laden sei sie sogar zwei volle Arbeitstage lang für Aushilfstätigkeiten eingespannt worden – Geld bekam sie dafür nicht. Und gehört hat sie von den Arbeitgebern danach auch nie wieder. Als sie nachfragte, hieß es, es bestehe doch kein Bedarf mehr. „Da fühlt man sich schon irgendwie ausgebeutet“, ärgert sich Sperl.

Alles lesen im ECHO-online : http://nyc.de/11Pyp20

Mittwoch, 19. Juni 2013

Arbeitsdienst? Mit Schippe und Spaten ...(Tageszeitung junge Welt)

Sachsen-Anhalt: 3000 ältere Hartz-IV-Betroffene sollen als »Ein-Euro-Jobber« Flutschäden beseitigen

Von Susan Bonath

Die Alten sollen ran: ALG-II-Bezieher
werden zum Arbeisdienst einbestellt
Als Elbe und Saale in Sachsen-Anhalt über die Ufer traten, schippten Tausende Freiwillige gemeinsam Sandsäcke und sicherten Deiche. Damit ist jetzt Schluß. Das vom Sparwahn ergriffene, weil mit rund 20 Milliarden Euro verschuldete Land greift fürs Aufräumen nach der Flut auf sein Erwerbslosenheer zurück. Ran sollen unter anderem 3000 Ältere, und zwar ohne Lohn. Das hat das SPD-geführte Sozialministerium mit der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA) vereinbart.

Dafür hat die BA eigens ein Maßnahmepaket geschnürt. Im Rahmen des Programms »Aktiv zur Rente« will sie die über 50jährigen »wiedereingliedern« – in was, bleibt ihr Geheimnis. Denn dahinter verbergen sich schlicht Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigung, im Volksmund »Ein-Euro-Jobs« genannt. Wie hinlänglich bekannt ist, befördern diese höchst selten in feste Arbeitsverhältnisse.


Konkret bedeutet das: ...weiterlesen: http://www.jungewelt.de/2013/06-18/041.php

SGB II und soziale Gerechtigkeit – passt das zusammen?

SGB II und soziale Gerechtigkeit – passt das zusammen?:

Erklärung zum 8. Treffen von Menschen mit Armutserfahrung vom 6. Juni 2013
Seit dem Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches II am 1.1.2005 wird darüber diskutiert, ob die Grundsicherung für Arbeitssuchende die Anforderung einer Grundsicherung bzw. eines menschenwürdigen Existenzminimums erfüllt.
Übereinstimmung besteht darin, dass die Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe eine gute Idee war, da Menschen Abstimmungsprobleme zwischen Ämtern erspart bleiben und somit von einer Hilfe aus einer Hand gesprochen werden kann.
Leider ist jedoch nicht alles positiv zu bewerten. Menschen passen mit ihren Lebensgeschichten häufig nicht in die Systematik von Gesetzen und Verwaltungsvorschriften.
Die hierdurch bedingten Schwierigkeiten betreffen nicht nur die Leistungsberechtigten, sondern auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter, der Sozial- und Wohnungsämter sowie die Träger der Freien Wohlfahrtspflege.
In den vergangenen sieben Treffen der Menschen mit Armutserfahrung war dieses für Arbeitsuchende lebensnotwendige und existenzsichernde Gesetz und dessen Auslegung immer wieder Thema. Im Jahr 2012 betraf es immerhin im Schnitt 6,1 Millionen Menschen, davon sind ca. 25 % Kinder unter 15 Jahren.
Festzustellen ist, dass folgende Probleme trotz wiederholten Einbringens in den politischen Diskurs nicht verändert wurden:

Dienstag, 18. Juni 2013

Ist der „Sozialstaat“ Deutschland gerecht? Ist diese Juso Meinung nur Hypokrisie?

Meine Meinung! - Jusos in der SPD - Unterbezirk Odenwaldkreis:
Ein Kommentar von Anna Seger


Ganz Deutschland ist zwiegespalten, jedenfalls der Teil Deutschlands der sich darüber Gedanken macht. Ist der „Sozialstaat“ Deutschland gerecht? Ist er ungerecht? Oder existiert der „Sozialstaat“ Deutschland überhaupt?

[...] Ein Hartz IV Empfänger soll von 382 € im Monat leben, nur weil Leute ihre Millionen oder Milliarden lieber anschauen und förmlich ausbrüten, als dem Sozialstaat Gutes zu tun. Jetzt denken sie das Geld ist genau berechnet und reicht sicherlich. Doch warum gibt es dann überhaupt eine einzige Tafel in Deutschland? Bestimmt nicht weil man von 128,39 € im Monat für Essen super schlemmen kann. Des Weiteren ist es ein Witz zu sagen, durch die Agenda 2010 hätte sich vieles verbessert. Nun was genau hat sich denn verbessert? Wir haben eine höhere Beschäftigungsrate, doch wäre es nicht dreist zu behaupten, dass alle Arbeitsplätze helfen Armut zu vermeiden? Wie viele 1 € oder 400 € Jobber sind denn hier mit aufgelistet? Mehr als genug und diese Bevölkerungsgruppe gehört aufgrund ihres Spitzengehaltes sicherlich nicht plötzlich dem Wohlstand an.
Abschließend ist festzuhalten, ja der „Sozialstaat“ Deutschland existiert, sonst könnte man über die oben erwähnten Inhalte gar nicht diskutieren. Allerdings wird dieser „Sozialstaat“ mehr und mehr ausgehöhlt,  ...

Dichtung und Wahrheit der Bundesagentur für Arbeit – Ein „wutschnaubender“ Ausfall | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Dichtung und Wahrheit der Bundesagentur für Arbeit – Ein „wutschnaubender“ Ausfall | NachDenkSeiten – Die kritische Website:


[...] Dass Inge Hannemann keineswegs eine „einsame Kämpferin“ ist belegt auch folgende Mail an die NachDenkSeiten:
„Ich bin Mitarbeiter der Agentur für Arbeit und speziell im Bereich SGBII als Arbeitsvermittler angestellt. Es ist sicherlich für Sie keine Neuheit zu erfahren, dass Mitarbeiter des Jobcenters nicht selten dazu angehalten sind, enormen Druck auf Erwerbslose aufzubauen, sie unter Zuhilfenahme der Sanktionsmöglichkeiten in Tätigkeiten zu vermitteln, deren Arbeitsbedingungen nahe an der Sittenwidrigkeit liegen. Es ist sicher auch keine Neuigkeit für Sie, dass Jobcenter die verlängerten Rekrutierungsabteilungen für Personalleasinggesellschaften geworden sind.
In aufwendig organisierten Auswahlevents (“Speeddating” oder “Arbeitgeberbörse” genannt) in den Räumlichkeiten der Jobcenter werden “Kunden” unter Androhung von Sanktionen geladen, um wie auf einem Viehbasar von “Recruitern” der Leasinggesellschaften Jobs angeboten zu bekommen, für die auf dem Markt außerhalb des H4-Kundenkreises niemand bereit ist zu arbeiten. Es handelt sich hier vornehmlich um ...

Freitag, 14. Juni 2013

Hartz IV: Bundesagentur diffarmiert Inge Hannemann

Hartz IV: Bundesagentur diffarmiert Inge Hannemann:

Eine womöglich dreiste Lüge in Form einer Pressemeldung veröffentlichte heute die BA, Bundesagentur für Arbeit, und stellte ihre Mitarbeiterin, Inge Hannemann, als "Gefährderin von tausenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern" dar.

Die Behauptung der BA, die "Grundsicherung" widerspräche nicht dem Grundgesetz ist schon falsch. Und auch dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Würde ihrer "Kunden"nicht verletzen würden ist sehr weit hergeholt.

Zum einen zeigen fast eine Million Hartz IV Sanktionen, manche bis in die Obdachlosigkeit, auf, dass fast eine Million mal gegen das Grundgesetz verstoßen wurde, denn mit den Urteilen des BVerfG vom 9. Februar 2010 und 18. "Kunden" haben in den Jobcentern keine Grundrechte mehr

Juli 2012 wurde das sog. Existenzminimum als Grund- und Menschenrecht anerkannt, zum anderen wird man in den sog. Jobcenter ausschließlich als Mensch zweiter Klasse behandelt. Letzteres ist auch ein Verstoß gegen die Menschenwürde.

Kein Gesetz wurde so oft geändert wie Hartz IV, nämlich über 50 Änderungen. Die BA streitet ab, dass es "tausende Selbstmorde" wegen Hartz IV gibt. Woher will die BA wissen, dass es diese Suizide nicht gibt? Haben die Selbstmörder die BA vorher angeschrieben und ihr mitgeteilt, dass sie sich nicht wegen Hartz IV das Leben genommen haben? Tatsache ist, dass sich schon immer in schweren Zeiten Menschen das Leben genommen haben und bei Hartz IV, mit dem Ausüben struktureller, staatlicher Gewalt, ist das nicht anders.

Nein, Frau Hannemann, wie viele andere auch, die gegen das Unrechtsgesetz Hartz IV kämpfen, sind keine Gefährderinnen oder Gefährder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsagenturen und Jobcenter. Die Gefährder sind die Macher und Fortführer von Hartz IV und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selber, welche meinen, andere Menschen mit Sanktionen erpressen zu müssen, ihnen die Existenzgrundlage zu entziehen, sie zu disziplinieren und zu drangsalieren. Ob die Pressemeldung der BA eine dreiste Lüge ist? Sie ist zumindest nicht richtig. (Berthold Bronisz)

Keine Angst vor den Jobcenter MitarbeiterInnen!





  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen beachten bei ihrer engagierten Arbeit immer die Würde der Kunden!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen haben keine Anweisungen oder Zielvorgaben, über Sanktionen Geld einzusparen!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen wissen nichts von Selbstmorden unter ihren Kunden!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen sind keine seelenlosen Maschinen, die nur Zielvorgaben, nicht aber die Menschen im Blick haben!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen arbeiten Tag für Tag nur daran, Menschen in Ausbildung und Beschäftigung zu bringen!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen wissen das es keine Missstände gibt!
  • Alle Jobcenter MitarbeiterInnen halten sich immer nur an Recht und Gesetz!

Freut dich also auf das nächste Gespräch.  Jobcenter MitarbeiterInnen wollen nur dein Bestes!

Hier steht warum das so ist   http://nyc.de/11MsZsA

Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter ...

Mittwoch, 12. Juni 2013

stern TV: "SCHLUSS MIT HARTZ IV" - Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann

Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann: "Schluss mit Hartz IV" - Stern TV | STERN.DE: "sternTV |

Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann prangert offen die Missstände im Umgang mit Hartz IV-Empfängern an. Damit macht sich Inge Hannemann nicht überall beliebt. Bei stern TV spricht sie über ihre Beweggründe."


Jobcenter, Hartz IV, Missstände, öffentlich, Vermittlung, Zielvorgaben, Inge, hannemann, Stern, TV
Seit acht Jahren hat Inge Hannemann in unterschiedlichen Jobcentern gearbeitet. Jetzt sagt sie: "Hartz IV verletzt das Grundgesetz, weil Hartz IV die Würde des Menschen verletzt." Durch diese und ähnliche Äußerungen gilt sie in der Behörde inzwischen als Querulantin - und wurde im April vom Dienst freigestellt. Inge Hannemann sagt, sie würde nur äußern, was viele ihrer Kollegen nicht öffentlich wagen: Sie benennt schonungslos die Missstände im Umgang mit den Arbeitslosen. Denn für viele Hartz IV-Empfänger bedeute das Jobcenter lediglich Leiharbeit, Druck und Sanktionen. Über Jahre seien Zahlen und Zielvorgaben wichtiger geworden, als die Menschen. Was zähle seien Vermittlungs- und Sanktionsquoten. Immer öfter würden die Arbeitslosen in sinnlose Maßnahmen gesteckt. stern TV hat die Hamburgerin besucht. Im Studio erklärt Inge Hannemann im Gespräch mit Steffen Hallaschka, weshalb sie so mutig die Abschaffung von Hartz IV fordert und dafür notfalls vor dem Europäischen Gerichtshof kämpfen will.

Dienstag, 11. Juni 2013

Ein Blog der Missstände im Arbeitsamt/Jobcenter öffentlich machen soll | kritischerkommilitone

kritischerkommilitone:

Ein Blog der Missstände im Arbeitsamt/Jobcenter öffentlich machen soll

Marcel Kallwass schreibt in seinem Blog > http://nyc.de/13xAgLm:

Dieser Blog soll Missstände der Arbeitsämter und der Jobcenter öffentlich machen. Bereits mit Beginn meines Studiums an der „Hochschule der Bundesagentur für Arbeit“ habe ich den Arbeitsalltag, die Geschäftspolitik und die Gesetze hinterfragt. Ich habe bereits mit vielen MitarbeiterInnen und KommilitonInnen und auch Vorgesetzten diskutiert und meine Meinung gesagt.
Der Blog von der kritischen MitarbeiterIn Inge Hannemann hat mir die Bestätigung gegeben, die ich gesucht habe. Er hat mich auch auf die Idee gebracht, selber einen Blog zu schreiben und die Erfahrungen von Inge Hannemann zu ergänzen. Damit möchte ich ganz praktisch meine Solidarität mit Inge Hannemann zeigen, die ihr eigenes Wohl hinter dem Wohl von Millionen erwerbslosen Menschen anstellt.
Die Ursache für den Blog ist meine Solidarität mit allen Erwerbslosen. Sie sind alltäglich von Maßnahmen der Arbeitsämter oder Jobcenter betroffen. Für sie geht es meistens um die Existenz. Für die Arbeitsämter/Jobcenter hingegen, sind sie nur Zahlen. Mit Zahlen kann gespielt werden. Hier ein bisschen mehr „investieren“, dort weniger „ausgeben“. Die großen Schlagwörter heißen „Effizienz“ und „Effektivität“. Sie werden so heruntergebetet, bis es auch der/die Letzte nicht mehr hören kann.
Effizienz beschreibt das Verhältnis vom Mitteleinsatz zum Ergebnis. D.h., wenn weniger Geld für eine Jobvermittlung pro Person gebraucht wird, ist das effizient. Bei der Effektivität geht es um die Zielerreichung. Die Ziele werden von „oben“ nach „unten“ weitergegeben (im Gegensatz zum intern verwendeten Begriff „Zielvereinbarungen“, Zielvorgaben trifft es da besser).
Das oberste Prinzip heißt faktisch:

Freitag, 7. Juni 2013

HARTZ IV - WIE DER TOTALERPRESSUNG WIDERSTEHEN? MIT RALPH BOES" Video at Wochenschau.TV

Watch "HARTZ IV - WIE DER TOTALERPRESSUNG WIDERSTEHEN? MIT RALPH BOES" Video at Wochenschau.TV:



Submitted By: Wahrheit.TV on June 07, 2013
About the Video: videoatonale wrote: Ralph Boes: "Hartz IV ist ein Erpressungssystem. Es ging nie darum, den Menschen zu helfen, wieder in Arbeit zu kommen, sondern darum, den "Niedriglohnsektor" zu öffnen, die Menschen zu "erziehen", Arbeitsstellen unter allen Umständen anzunehmen. Das Mittel der Erpressung: Die Auslöschung der Existenzgrundlage. 12 Millionen Menschen sind davon betroffen.

Watch "Hartz IV macht krank und kann tödlich sein" Video at Odenwald.TV @OdwTV

Watch "Hartz IV macht krank und kann tödlich sein" Video at Odenwald.TV @OdwTV:



"Hartz IV macht krank und kann sogar tödlich sein, das behauptet ausgerechnet eine Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit. Und dafür wurde sie prompt vom Dienst suspendiert. Dabei liebt Inge Hannemann ihren Job und will ihren Kunden nur helfen, indem sie die Maßnahmen kritisiert, mit denen Leistungsempfänger gegängelt werden. Im Internet bloggt sie offen über das, was sie empört.

Reporterin Anne Wöhrle hat sie getroffen und berichtet über Inge Hannemann im Video.

 Hier geht es zum Blogg: altonabloggt.wordpress.com"

Montag, 3. Juni 2013

Lukrative Ausnahme für Spitzel | Telepolis

Lukrative Ausnahme für Spitzel | Telepolis:

V-Mann-Prämien werden nicht auf Hartz IV angerechnet"

Alles lesen >>> http://nyc.de/ZnBg5u

Hohe Dunkelziffer bei potentiellen Hartz-IV-Aufstockern

Hohe Dunkelziffer bei potentiellen Hartz-IV-Aufstockern - Politik - Süddeutsche.de:
Wenn der Lohn so niedrig ist, dass ein Anspruch an den Staat entsteht: Viele Beschäftigte haben einer Studie zufolge Recht auf Hartz IV, nutzen es aber nicht. Viele wissen wohl gar nicht, dass sie das Geld bekommen könnten.

"Derzeit stocken gut 1,3 Millionen Menschen ihren Verdienst mit Hartz IV auf. Etwa ein Viertel oder mehr als 300 000 haben eine Vollzeitstelle. Bäcker hat ermittelt, dass deren Zahl mindestens doppelt so hoch sein müsste. "Wir haben hier eine hohe Dunkelziffer"

Das mag daran liegen, dass viele von ihren Ansprüchen und den komplexen Gesetzesregeln nichts wissen. Viele dürften aber auch den Weg zum Amt scheuen und lieber eiserne Ausgabendisziplin halten oder Überstunden schieben, als den Staat um Hilfe zu bitten."

“Zehn Jahre Hartz-Gesetze: Wohin geht der Sozialstaat?”

“Zehn Jahre Hartz-Gesetze: Wohin geht der Sozialstaat?” | DIE-STADTREDAKTION:

"Attac Heidelberg in Zusammenarbeit mit der VHS lädt ein zum Vortrag mit Diskussion

Volkshochschule Heidelberg, Gr. Saal Do. 6.6.2013 um 19.30 Uhr

- via Attac Heidelberg -

“Zehn Jahre Hartz-Gesetze: Wohin geht der Sozialstaat?”
Referent:     Dr. Jürgen Borchert, Sozialrichter

Mit den sogenannten Hartz -Gesetzen vollendete sich im Dezember 2003 eine Entwicklung, die schon 1982 begann und mit der Deregulierung des Arbeitsmarktes nun (vorerst?) endete. In den letzten Jahrzehnten erlebte Deutschland dabei eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich sowie eine ” Abwärtsmobilität” der Mittelschicht. Der Abschied vom Modell der Sozialen Marktwirtschaft, welche die Interessen von Arbeit und Kapital  zum Ausgleich bringen sollte, wird immer deutlicher erkennbar.

Der Referent ist Sozialrichter und seit  30 Jahren Partei- und verbändeübergreifend  in der Politikberatung tätig. Der 6. Senat des Hessischen Landessozialgerichts, dem er vorsitzt, gab 2008 mit einer Richtervorlage den entscheidenden Anstoß zur Überprüfung der Bemessung der “Hartz IV”-Sätze durch das Bundesverfassungsgericht.