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Sonntag, 22. Dezember 2013

Bei Hartz IV existiert kein Weihnachten

www.gegen-hartz.de:

Im Hartz IV-Regelsatz ist kein Geld für Weihnachtsgeschenke vorgesehen

Für Hartz IV-Bezieher sind die Wochen vor Weihnachten meist eine schwierige Zeit. Es fehlt das Geld für Geschenke und selbst ein Weihnachtsbaum ist unerschwinglich. Denn im Hartz IV-Regelsatz sind diese Kosten nicht vorgesehen. Vor allem für Kinder ist die armutsbedingte Ausgrenzung schlimm. 

Hartz IV müssen sich Weihnachtsgeschenke vom Mund absparen

„Kein Kind kann verstehen, warum der Weihnachtsmann nicht auch zu armen Kindern kommen kann", erläutert Michael David, stellvertretender Sprecher der Nationalen Armutskonferenz, gegenüber dem Pressedienst „epd“. Überall würden insbesondere in der Weihnachtszeit Konsumwünsche geweckt, die aber vom rund 70 Euro zu niedrigen Hartz IV-Regelsatz nicht zu bezahlen seien. „Schon eine Bastelaktion in der Schule, bei der jeder etwas mitbringen soll, kann die Haushaltskasse überfordern", berichtet David. „Dann sind die Kinder an dem Tag lieber krank." 

Hinzu kämen Ausgaben für

Freitag, 20. Dezember 2013

Mit Vetter, Wirtschaft und Astschere gegen Hilfebedürftigkeit der BAW

fact-in-deutschland.de: VON: ANNETTE HEINZE

Als Gemeinschaftswerk anzusehen ist die aktuelle Grundqualifizierung im Garten- und Landschaftsbau (GaLa),
 an der 20 Personen teilnehmen. Was einige von ihnen schon gelernt haben, davon überzeugten sich kürzlich 
bei einem Ortstermin in Michelstadt-Steinbuch auch Initiatoren und Betreuer des Lehrgangs, mit dem das 
Kommunale Job-Center (KJC) des Odenwaldkreises die gemeinnützige Gesellschaft für Aus- und Weiterbildung
 (BAW) beauftragt hat. Foto: Annette Heinze

Lehrgang im Garten- und Landschaftsbau ... weiterlesen via twitter.com/factorfakehttp://nyc.de/1et33uC

KenFM am Set: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, 18.12.2013" Video at Wahrheit.TV

WWW.WAHRHEIT.TV zeigt: KenFM am Set vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, wo die frühere Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann am Mittwoch, 18.12.2013, ihre mehr als 50.000 Unterschriften für die Petition 46483 überreichte.



Die Petition richtet sich gegen die menschenrechtsunwürdigen Sanktionen und andere Vorgehensweisen im Hartz-IV-System, die Inge Hannemann durch ihre langjährige Tätigkeit im Jobcenter Hamburg-Altona nur allzu gut kennt. Man kann sie als Edward Snowden für Soziale Gerechtigkeit bezeichnen, da sie direkt aus der Behörde kommend selbige anprangert, und seit ihrem öffentlichen Protest ist sie auch vom Dienst suspendiert.

Ken Jebsen sprach mit ihr vor dem Petitionsausschuss in Berlin-Mitte über die Eckpunkte der Petition.

https://epetitionen.bundestag.de/peti...

ÜBER 83.000 GEGEN HARTZ IV SANKTIONEN



Gesammelten Unterschriften gegen Sanktionen

Petition gegen die Sanktionen bei Hartz IV erfolgreicher als ursprünglich angenommen

Lief es anfangs noch etwas schleppend, nahm die Petition gegen die Sanktionen im Hartz IV-System am Ende richtig Fahrt auf. Bereits am Montag zeichnete sich ab, dass die geforderten 50.000 Stimmen locker erreicht werden. Jede Minute kamen 10-20 Unterschriften hinzu. Nicht nur die kritische Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann sondern auch viele Erwerbslosen-Gruppen und Beratungsstellen hatten online und vor Ort aktiv gesammelten und mobilisiert. Während die Mainstreampresse sich ausschwieg, berichteten viele Plattformen in den sozialen Netzwerken und Blogs fortlaufend über den Stand der Dinge. Auch "gegen-hartz.de" nutzte seine eigene Reichweite um zu mobilisieren. Mit Erfolg wie sich nun zeigte.
Am 18.12.2013  übergaben Inge Hannemann und Unterstützer die gesammelten Petitionszeichnungen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben online 54.600 Menschen unterschrieben. Vor den Ämtern und auf der Straße konnten bundesweit noch einmal 16.008 zusammen getragen werden. Wer selbst an einer Sammelaktion teilgenommen hat, weiß wie schwierig es sein kann, Unterschriften zusammen zu bekommen. Denn viele glauben beispielsweise, man wolle nur an ihre Adresse, um damit Unfug anzustellen. Weitere 12.700 Unterzeichnungen kamen durch eine schon länger bestehende Unterschriften-Kampagne von Andreas Niehaus zusammen. Auch diese können hinzu gerechnet werden.

Vor einigen Pressevertretern in Berlin sagte die kritische und zwangsbeurlaubte Jobcenter-Mitarbeiterin Hannemann: "Wir haben nach Auszählung insgesamt ca. 83.000 Stimmen bekommen. Ich danke den vielen sozialen Vereinen und auch gegen-hartz.de für die aktive Unterstützung!"

"Das ist der richtige Kommentar zum Koalitionsvertrag von Union und SPD", kommentiert die Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Katja Kipping, das Ergebnis von mehr als 83.000 Unterstützerinnen und Unterstützern, die die Petition von Inge Hannemann zur Abschaffung der Hartz-IV-Sanktionen und der Leistungseinschränkungen bei der Sozialhilfe mitgezeichnet haben.

Wie geht es weiter?

Dienstag, 17. Dezember 2013

''Giving'' - Emotionaler Spot aus Thailand"



Dieser Kurzfilm, für die thailändische Telefongesellschaft “TrueMove H”, hat unser Kuratorenteam in diesem Jahr tief berührt. Es sind sogar einige Tränchen gekullert. Der Videoclip erzählt die Geschichte eines kleinen Jungen, der Medikamente für seine kranke Mutter stiehlt. Damit handelt er sich ordentlich Ärger ein. Doch der Inhaber einer Strassenküche rettet ihn aus dieser Situtation. 30 Jahre später treffen die drei erneut aufeinander. ”Giving is the best communication” – auch ihr werdet zu Tränen gerührt sein…

Dienstag, 3. Dezember 2013

Hartz IV prallt ab (neues-deutschland.de)

03.12.2013: Hartz IV prallt ab (neues-deutschland.de):

Union und SPD wollen an den Sanktionen nichts ändern - eine Petition soll das Thema weiter in der Debatte halten

Mit einer bundesweiten Aktion vor Jobcentern wollen Initiativen am Dienstag Unterschriften sammeln, damit das Thema Sanktionen gegen Hartz-IV-Bezieher im Bundestag verhandelt wird. Initiatorin dieser Aktion ist die als »Hartz-IV-Rebellin« bekannt gewordene Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann aus Hamburg. Für »nd« sprach mit ihr Reinhard Schwarz.
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nd: Was wollen Sie mit der Petition erreichen?
Inge Hannemann: Ziel ist es, dass das Thema Sanktionen im Bundestag öffentlich skandalisiert wird, und wir erhoffen uns eine Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.
Wie sehen Sie die Erfolgschancen der Petitionsaktion?
Wir schaffen die 50 000 Unterschriften. Allerdings rechne ich damit, dass der Bundestag die Petition abschmettert, weil in den Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD die Agenda 2010 keine Rolle spielte.
Prallt das Thema Hartz IV bei den Koalitionsparteien gänzlich ab oder sehen Sie irgendwelche Bewegung etwa beim Thema Sanktionen?  ...weiterlesen  http://nyc.de/1eRqw5u

Montag, 2. Dezember 2013

Ohne Arbeit bedeutet Ausgrenzung und Verlust der Würde

Podium von links: Hoffmann, Dörwald, Arras, Müller und Schumacher.
Foto: PRESSE-FOTO&PR
ODENWALDKREIS. - Die nackten Zahlen sind das eine; die Menschen, um die es dabei geht, das andere. Die Statistiken des Arbeitsamts und des Kommunalen Jobcenters des Odenwaldkreises sagen wenig darüber aus, was mit den Menschen geschieht, die sich schon viele Jahre ohne Aussicht auf eine Arbeitsstelle ausgegrenzt fühlen oder permanent bei den Behörden zwecks Aufstockung ihres Lebensunterhalts vorstellig werden müssen, weil sie von ihrem Verdienst ihre Familien nicht ernähren können.
Genau dieser Frage ging auf Einladung des Evangelischen Dekanats Erbach unlängst in Michelstadt eine Podiums- und Diskussionsrunde nach. Darin waren sich der Teamleiter des Arbeitgeberservice bei der Agentur für Arbeit in Darmstadt, Klaus Müller, Bruno Schumacher von der katholischen Betriebsseelsorge, der evangelische Pfarrer von Rothenberg, Reinhold Hoffmann, sowie Dr. Uwe Dörwald, Geschäftsführer der BAW Odenwaldkreis, einig: Dauerhaft ohne Arbeit sein, heißt nicht nur wirtschaftliche Not, sondern Ausgrenzung aus der Gemeinschaft mit all ihren möglichen Folgeerscheinungen wie Scham, verlorene Würde, Krankheit, Sucht, Verschuldung, Abbruch sozialer Kontakte, Rückzug aus der Gesellschaft und im schlimmsten Falle Selbstaufgabe.
Auf der anderen Seite stimmten die Diskutanten darin überein, dass hinreichende Qualifikationen und eine solide Motivation gefragter denn je seien.
Demonstrativ hatten die Veranstalter gesichtslose graue Gestalten zwischen die Stuhlreihen gestellt. Die lebensgroßen Pappfiguren hatte alle dieselbe Botschaft: „Stell mich an, nicht ab!“ Die Kampagne der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Integration durch Arbeit“, eine Aktion des Deutschen Caritasverbands, lässt die Unbekannten zu Wort kommen.
„70 Bewerbungen und keine Zusage“, steht in der Sprechblase eines jungen Manns; „Vollzeit habe ich mit zwei Kindern nicht geschafft“, charakterisiert das Los einer allein erziehenden Frau.
Gleichwohl lenkte die Moderatorin des Abends, Larissa Arras von der Fachstelle für gesellschaftliche Verantwortung der evangelischen Kirche, den Fokus auf die persönlichen Erfahrungen der Diskutanten mit arbeitslosen Menschen.
Hoffmann warnte vor dem Zerfall der familiären und dörflichen Strukturen; Menschen ohne Arbeit bestärkte er darin: „Du brauchst dich dafür nicht zu schämen.“ Seine Erfahrungen zeigten, dass Betroffene sich aber eher aus dem Vereinsleben zurückzögen; nicht nur des Geldes wegen.
Vieles definiert sich darüber, was selbst der Gesetzgeber so gewollt habe, ergänzte Schumacher am Beispiel der Folgen für die Kinder. Wie soll mit 1,62 Euro der Schulbedarf in einem Monat befriedigt werden?
„Das Teilhabepaket reicht bei weitem nicht aus“, so Schumacher, der aus 30 Jahren Erfahrung mit dem Thema die Sanktionsmaßnahmen als das größte Übel in der Sozialgesetzgebung ausmachte.
Dörwald, der aus den Arbeitsbereichen der Beschäftigungsgesellschaft BAW berichtete, forderte zur politischen Neubetrachtung auf. Orientiert am finnischen Schulsystem, sei auch in der bundesdeutschen Bildungspolitik die Devise lauter zu vernehmen: „Wir geben keinen auf; jeder bekommt eine Chance.“
Eine daran orientierte Beschäftigungspolitik würde völlig neue Denk- und Handlungsansätze zulassen. Müller steuerte differenziertes Zahlenmaterial bei, das auch ein deutliches Missverhältnis von Ein- und Auspendler in das Kreisgebiet offenbarte.
Stimmen aus dem Publikum hätten es sich gewünscht, dass deutlich mehr von Arbeitslosigkeit Betroffene den Weg in das historische Rathaus gefunden hätten. Dort angekommen waren tatsächlich nur etwas mehr als ein halbes Dutzend Zuhörer. Entsprechend bemängelt wurde auch das so definierte Desinteresse von Seiten der politischen Mandatsträger.
Als solcher gab sich an dieser Stelle der Kreisbeigeordnete für Arbeit und Soziales, Michael Vetter, zu erkennen, um dies aus seiner Sicht zu korrigieren. So sei konkret die BAW, deren Aufsichtsrat er angehört, dank der enormen Anstrengungen aller Beteiligten (*lach) aus der existenziellen Gefahrenzone herausgeführt worden.
Zurückzuführen sei dies nicht zuletzt auf zwei große Zuschläge auf Ausschreibungen des Kommunalen Jobcenters. Wie oft fälschlicherweise behauptet werde, sei dafür nicht allein der Preis ausschlaggebend, sondern zu 60 Prozent die Qualität.
Für den Sektor Pflege und Hauswirtschaft, in dem Vetter hauptberuflich als Geschäftsführer tätig ist, vermeldete er einen aktuellen Fachkräftemangel von 80 qualifizierten Personen.